Combined Test

Ersttrimesterscreening in der 12.-14.SSW ("Combined-Test")

Die früheste feindiagnostische Untersuchung, welche die Weichen für den gesamten späteren Verlauf der Schwangerschaft stellt!

Wir legen besonderen Wert auf eine exakte Ultraschalluntersuchung in der 12.-14.SSW
(= Schwangerschaftswoche), also 12-14 Wochen nach Ausbleiben der letzten Regel. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits alle Organe Ihres Kindes geformt und müssen nur noch reifen. Es beginnt nun die sogenannte FetalperiodeDie Fetalzeit ist die Zeitspanne, in der sich die Entwicklung des Fetus vollzieht. Sie beginnt in der 13. Schwangerschaftswoche und endet mit der Geburt. Ihr Kind kann bereits Fruchtwasser trinken und zeigt typische, sprungartige Bewegungen in der Gebärmutter.

Im Rahmen dieser Untersuchung wird ein vollständiges Ersttrimesterscreening durchgeführt! Dabei untersuchen wir - neben einer exakten Messung Ihres Kindes - bereits in dieser Schwangerschaftswoche: Kopf, Nasenbein, Arme, Beine, Herz, Bauchdecke, Magen, Wirbelsäule, Harnblase, Nabelschnurgefäße, Bewegung, Fruchtwasser und Plazenta sowie den Blutfluß im sogenannten "Ductus venosus".

In dieser Zeit (12.-14.SSW), neigen Feten durch eine besondere Herz-Kreislauf-Situation oder durch Störungen des Lymphabflusses zu einer Schwellung im Nackenbereich. Diese Schwellung bezeichnet man im Ultraschall als NackentransparenzFlüssigkeitsansammlung im Nackenbereich des Feten, die im Ultraschall schwarz und damit "transparent" erscheint.

Wir kombinieren die Messung dieser Nackentransparenz mit einer Blutabnahme, um im Serum der werdenden Mutter zwei Plazentaprodukte, das freie ß-HCG und das PAPP-A, zu messen. Dieses Konzept heißt "Combined-Test" und stellt den derzeitigen Standard der Screeningmethoden für genetische Anomalien, in erster Linie für das "Down-Syndrom"Chromosomenanomalie bei der das Chromosom 21 dreifach vorhanden ist. Dies führt zu bestimmten körperlichen Merkmalen und geistiger Behinderung., dar. Auf diese Weise ist es möglich, Ihr persönliches Risiko bezüglich genetischer Anomalien zu berechnen, das in 95% der Fälle für Sie beruhigend ausfallen wird.

  • Weist der Befund – in 95 von 100 Fällen – auf ein gesundes Kind hin, so genießen Sie ab jetzt Ihre Schwangerschaft einfach!
  • Weist der Befund ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung auf, so beraten wir Sie und Ihren Partner – in Rücksprache mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen – umfassend bzgl. der Entscheidung, ob und wie eine weitere Abklärung erfolgen kann.

Als Richtlinie empfehlen wir eine Punktion – das sind eine Chorionzottenbiopsie oder eine Amniozentese – bei einer erhöhten Nackentransparenzmessung (ab 3,5mm) oder einer Fehlbildung. Beides sind invasive Verfahren, die ein gewisses Risiko für das Kind bergen. Bei normalem Ultraschallbefund und erhöhtem Risiko für Chromosomenanomalien haben Sie daher NIPT (s.u.) als risikolose Alternative.

Wir empfehlen eindringlich, den Combined Test mit einem sogenannten PräeklampsiescreeningPräeklampsie Schwangerschaftsbedingte Erkrankung, gekennzeichnet durch erhöhten Blutdruck, Eiweißverlust im Harn und Ödembildung.
Screening Unter dem Begriff "Screening in der Schwangerschaft" versteht man die Anwendung von Untersuchungsmethoden, mit deren Hilfe man Schwangere mit einem erhöhten Risiko definieren kann, die von einer eventuellen, weiteren Abklärung profitieren. Das Ergebnis eines Screenings soll der Schwangeren und Ihrem Partner als Information dienen, auf deren Basis die Entscheidung für oder gegen eine weitere Untersuchung getroffen werden kann.
(s.u.) zu kombinieren, da man bereits zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft eine Wahrscheinlichkeit für diese relativ häufige Erkrankung berechnen und nötigenfalls früh medikamentös unterstützend wirken kann!

Wenn Sie diese Untersuchung durchführen lassen möchten, so haben Sie die Möglichkeit, das im Anhang befindliche "Aufklärungsformular-Combined-Test" durchzulesen, auszudrucken und zur Untersuchung mitzubringen.

Unabhängig vom Ergebnis der Untersuchung empfehlen wir eine detaillierte Ultraschalluntersuchung des Kindes zwischen der 20.-24.SSW (Organscreening)

Zwillings- und höhere Mehrlingsschwangerschaften (12. bis 14.SSW)


Auch bei Zwillings- oder höheren Mehrlingsschwangerschaften bietet die Durchführung eines Ultraschalls zwischen 12. und 14.SSW große Vorteile: Neben der Möglichkeit der Nackentransparenzmessung gestattet eine Ultraschalluntersuchung in diesem Zeitraum, bei nahezu allen Schwangerschaften, die Beurteilung der Plazentaverhältnisse, d.h., es läßt sich überprüfen, ob die Kinder durch einen oder mehrere Mutterkuchen versorgt werden. Die Feststellung dieser Tatsache ist von entscheidender Bedeutung für das weitere Vorgehen während der gesamten Schwangerschaft.